In der letzten Zeit wurden zur Verwunderung vieler Benutzer die herkömmliche Spammails welche nur allzu gern für Viagra, Onlinecasinos oder ähnliches geworben haben, weitgehend durch Aktien Spams abgelöst.
Wo bei herkömmlichem Spam für Medikamente, Bürostühle oder Erotikangebote die Motivation des Absenders auch für Laien noch relativ gut erkennbar war, stoßen die Aktien Spam Emails häufig auf Unverständnis.
Dabei ist das System, welches dahinter steckt relativ simpel:
Die angebliche Insider Tipps dieser so genannten ‘Stock-Spams’ sollen private Anleger dazu verleiten, schnell zuzuschlagen.
Die Versender der Mails kaufen also Aktien zu einem relativ niedrigen Kurs ein um diese danach per Massen Mail zu bewerben. Da hauptsächlich Kapitalschwache Unternehmen ausgesucht werden, haben diese Mails dann oft auch tatsächlich Auswirkungen auf den Kursverlauf.
Wer also einen Tipp aus einer solchen Email zum Anlass für den Kauf einer Aktie nimmt kann unter Umständen tatsächlich sehr schnell relativ hohe Kursgewinne einfahren. Dies funktioniert aber nur, wenn man einer der ersten Empfänger einer neuen Spam Welle ist.
Die große Masse der Anleger hingegen hat durch den Kauf der in den Emails empfohlenen Aktien eher Nachteile:
Wer nicht gerade zu den ersten Empfängern der “Empfehlungen” gehört kauft zu einem bereits künstlich angehobenen Kurs ein, welcher sich mit dem abflauen der Spamwelle in der Regel bald wieder normalisiert.