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Archiv für Januar 2009

Eigentlich wollte ich den Blogverkauf von Basicthinking ja nich einmal erwähnen, dies geschah ja in der public “Seo” und “Online Marketing” Blogosphere schon zur genüge. Dennoch neheme ich dieses Thema gerne zum Anlass um etwas über das Thema Blogs im allgmeinen zu schreiben:
Man muß eine Unterscheidung, was viele Kommentatoren im Eifer des Gefechts oft vergessen, zwischen dem reinen Einsatz einer Blogsoftware wie z.b. wordpress und dem tatsächlichen führen als Blog – also als Onlinetagebuch treffen.
Dies bedeutet ganz einfach das noch lange nicht wenn WordPress als CMS eingesetzt wird von einem Onlinetagebuch ausgegangen werden kann. WordPress ist ganz einfach ein schlankes und schickes CMS, das zu hauf auch für völlig unpersönliche Projekte eingesetzt wird.

Wenn also sogenannte “Experten” in einer Radiosendung zum thema Web 2.0 und Blogs behaupten, das die 10 größten deutschsprachigen Blogs nicht einmal auf über 1000 Besucher am Tag kommen würden, dann ist zwar in jedem Falle Grottenfalsch, wenn man aber hierbei nur die tatsächlich persönlichen Blogs als Bemessungsgrundlage heranzieht, ist die Aussage vielleicht nicht mehr ganz so Realitätsfremd.
Natürlich kann oft keine genaue Trennung ziwschem persönlichem und unpersönlichem Blog getroffen werden, da sich die Themen um die es geht oft vermischen. Dennoch gibt es aber ganz eindeutig – oft durch das kommerzielle Interesse vorangetriebene – Webseiten bei denen nicht der Autor, sondern das jeweilige Thema im Mittelpunkt steht. Ob diese nun ein Blog CMS oder ein CMS, das nicht als Blog Software deklariert wird nutzen, spielt hierbei eigentlich keine Rolle.
Laut wikipedia Definition ist ein Blog ein auf einer Webseite einsehbares Tagebuch oder Journal. Man kann auch jeden Tag von Hand eine neue Html Seite erstellen, mit Tagebuchähnlichen Inhalten befüllen und diese dann veröffentlichen. Das wäre dann sicherlich auch ein Blog.

In welche Kategorie Basicthinking nun eingeordet werden muß, weiss ich nicht, da ich dort nie regelmäßig gelesen habe. Und das was ich ab und zu, meist angeregt durch irgendwelche Diskussionen auf anderen Seiten, auf basicthinking gelesen habe, hat mich nie wirklich vom Hocker gehauen. Weder vom Schreibstiel – noch vom Inhalt.
Dennoch hat er es irgendwie geschafft zahlreiche treue Leser zu gewinnen. Das ist sicherlich auch eine Leistung. Das einzig positive am Mediengehypten verkauf war vielleicht, das das Thema Blogs kurzzeitig eine breitere Maße erreicht hat, als das sonnst der Fall ist.
Positiv deshalb, weil Blogs an sich, egal ob nun persönliche oder unpersönliche, eine wunderbare Art und Wiese der freien Informationsverbreitung ohne Maßenmedien bieten.

Breitbandanschlüsse sind sind mittlerweile eher die Regel, als die Ausnahmen. Also verwundert es nicht, dass auch die Downloads von großen Dateien, wie z.B. Tv Serien, oder Spielfilmen für viele User so normal geworden ist, wie es früher das Programmieren des Videorekorders war.
Onlinevideorekorder bewegen sich rechtlich noch immer in einer Grauzone. Wenn das Programmieren, also der Befehl einen Film oder eine Serie aufzunehmen, vor der Ausstrahlung stattfindet, scheint es derzeit keine Probleme mit den Rechteinhabern zu geben, da technisch ja nichts anderes realisiert wird, als ein herkömmlicher Videorekorder. Nur das die Filme nicht mehr auf die Videokassette oder DVD gespeichert werden, sondern digital beim Onlinevideorecorder Anbieter zur Verfügung stehen.
Was den Anbietern dieser online TV Recorder allerdings nach wie vor nicht erlaubt zu sein scheint, ist das Anbieten von Sendungen, die bereits gelaufen sind. Der User muß also prinzipiell vorher programmieren, nur dann kann er den entsprechenden Film herunterladen.
Hier soll wohl einer Archivbildung entgegengewirkt werden. Genau das ist es aber was der User möchte. Jederzeit auf möglichst viele Inhalte zugreifen. Dies bieten sowohl klassische Tauschbörsen wie z.B. das nach wie vor beliebte Emule (ehemals edonkey) Netzwerk.
Oder aber auch das etwas anders aufgebaute BitTorrent Netzwerk, welches kein direktes durchsuchen per Client ermöglicht. Bei BitTorrent braucht man eine so genannte Torrent Datei um beispielsweise einen Film herunterladen zu können.
Eine interessante Statistik zu den Top Serien Downloads 2008 im BitTorent Netzwerk gibt es auf Torrentfreak.com.
Wie genau diese ist, wird sicherlich schwer zu beurteilen sein. Eine absolute Genauigkeit ist aber auch gar nicht notwendig um die Dimension der Serien Downloads erfassen zu können.
So wurde, laut dieser Statistik, alleine im bei BitTorrent die Serie „Lost“ 5,730,000 mal heruntergeladen. Auf dem Us Amerikanischen Fernsehmarkt werden für das Jahr 2008 lediglich 13,400,000 Zuschauer erwartet.
Aber es gibt noch beispiele mit einem wesentlich krasseren Verhältnis zwischen Downloads und erwarteten Zuschauerzahlen in den Usa. Nimmt man beispielsweise die Science Fiction Serie Stargate Atlantis, so liegt diese mit 1,810,000 Downloads über den erwarteten Zuschauerzahlen in den USA. Diese liegen bei 1,700,000. Und diese Zahlen beziehen sich wohlgemerkt nur auf BitTorrent Downloads und nicht etwa auf andere Filesharing Netzwerke, von den 1-click-hostern wie rapidshare.com mal ganz abgesehen. Die gesamten TV-Serien Downloads, aus Usenet, Filesharing, 1-click hosting und anderen Download Ressourcen, werden also nochmals weit über den Download Zahlen des BitTorrent Netzwerks liegen.
Wie die Film und Fernsehindustrie darauf reagieren wird, bzw. ob überhaupt sinnvolle Konzepte erarbeitet werden, wird sich zeigen. Auch online Verbreitungswege von TV Inhalten lassen sich monetarisieren. Allerdings dürfte es schwierig werden, die User die sich erst einmal an die alternativen Verbreitungswege gewöhnt haben, wieder zurückzugewinnen.
Zumal die Filme oder Serien dann zumeist bereits von Werbeblöcken befreit sind, welche zumeist die Finanzierungsgrundlage einer für den Konsumenten kostenlosen Ausstrahlung darstellen.
Komplexe neue Medienwelt…