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Archiv - April, 2009

T-online Navigationshilfe

T-online hat die Navigations”hilfe” für DSL Kunden live geschalten. Das bedeutet das auch wenn keine t-online Software zum Surfen benutzt wird, sämmtlicher Traffic der eigentlich ins leere laufen würde zur t-online Navigationshilfe weitergeleitet wird.
Wenn man also z.B. im Firefox Browser eine Domain aufruft, die nicht existiert bzw. nicht in den aktuellen DNS Listen eingetragen ist, kommt nicht mehr wie bisher die Firefox Fehlerseite, sondern man wird direkt zur Navigationshilfe von t-online weitergeleitet.

Diese Navigationshilfe wiederum nimmt die nicht existierende eingegebene Domain gleich als Keyword und gibt dazu mehr oder weniger passende Werbeanzeigen von Overture aus.

Ganz wie klassisches Domainparking könnte man meinen, nur das hier die Domains nicht von irgendwelchen Domainern auf Sedo und Co weitergeleitet wurden, sondern ein ISP sämtliche nicht existierende Domains auf Parking Seiten leitet.
Der Provider muss also nichtmal die Domain registrieren, Gebühren oder ähnliches bezahlen. T-online nimmt einfach alle nicht existierende Domains und leitet diese auf Klick Vergütete Werbeanzeigen weiter.

Das ist Domaingrabbing einer ganz anderen Dimension.
Ob diese Mehreinnahmen an den Kunden, z.b. in Form von Tarifverbilligungen weitergereicht werden, ist wohl eher mehr als fraglich…

Update: Hier ein Screenshot wie das aktuell aussieht.
t-online-navigationshilfe1
Das ganze funktioniert mit jeder nicht im Dns System eingetragenen Domain.
Den Tippfehlertraffic den t-online damit zieht dürfte gigantisch sein.

Suggest jetzt auch bei Google.de

Google.com hat es schon länger als default. Google.de seit heute auch: Die Rede ist von Suggest. Das bedeutet das bei Eingeben einer Suchanfrage automatisch Vorschläge ausgegeben werden, wie die Suchanfrage vervollständigt werden kann.
Dieses “Feature” konnte man zwar auch schon bisher bei Google.de nutzen, allerdings war es nicht standardmässig aktiviert, sondern konnte z.b. per zusätzlichem Parameter in der Url eingeschaltet werden.

Ob und wie sich das ganze auf das Suchverhalten auswirken wird, bleibt zunächst offen. Allerdings dürfte Google in der jetzigen Form bald Probleme mit sogenannten “Jugendschutz” Organisationen bekommen, da Suggest nach dem eintippen von ein paar harmlosen Wörtern des öfteren Suchanfragen vorschlägt die, um es mal vornehm auszurücken, eher dem Adultbereich zuzuorden sind.

Deaktivieren kann man Suggest unter Einstellungen -> keine Suchbegriffvorschläge im Suchfeld anzeigen. Hierzu müssen allerdings Cookies aktiviert sein, da die Einstelllung sonnst immer wieder verloren geht. Eine andere möglichkeit Suggest zu deaktivieren ist das NoScript Adon für den Firefox Browser.

Ganz kompfortabel, dauerhaft und ohne Plugin kann man Google Suggest auch deaktivieren indem man einfache folgenden Parameter anhängt: /webhp?complete=0 also http://www.google.de/webhp?complete=0