Im Interneterotik Bereich ist nahezu schon jede Nische gut bedient. Es scheint tatsächlich schwierig, in Zeiten von kostenlosen Tubes wie youporn, redtube oder xxxhamster (und wie sie alle heißen;) Benutzer dazu zu bewegen Geld für Erotik Videos auszugeben. Zwar ist die Qualität bei manchen xxx streams nicht die beste, allerdings scheinen – wie auch die Userzahlen dieser Portale zeigen – die meisten Benutzer mit der Qualität durchaus zufrieden. Pornos in HD Qualität ist zwar ein netter Werbeslogan, ob diese aber wirklich einen derartigen Mehrwert bieten, dass man(n) dafür bereit ist Geld auszugeben, bleibt eher fraglich.
Livecams und Sexkontaktportale stellen immer noch einen interessanten Markt im Adult Business dar, da ein wirkliches Liveerlebnis eben nur möglich ist, wenn auf der anderen Seite jemand vor der Cam ist. Das lässt sich per kostenlosem Stream, oder per Download von einem Filehoster nicht simulieren. Das Modell der Sexkontaktportale (oder für die ganz Seriösen unter den Lesern – „Kontaktbörsen“) lässt sich ebenfalls nur schwer ins kostenlose www übertragen – zumindest wenn ein gewisser Qualitätsstandard aufrecht erhalten werden soll.
Etwas wirklich Neues im geschäft mit der Onlineerotik zu finden, für das Kunden bereit sind Geld auszugeben gestaltet sich also ziemlich schwierig. Der Erotik Partnerprogramm Anbieter Partnercash hat mit dem neuen Portal Saboom eine (zumindest deutschsprachige) Marktlücke scheinbar gefüllt. Das neue an Saboom ist, dass hier der User (scheinbar) live und interaktiv auswählt, was in den Pornos als nächstes passieren soll – Porno 2.o sozusagen.
Für den gesättigten Online Erotik Konsumenten vielleicht eine willkommene Abwechslung, für die bei guter Umsetzung der ein oder andere User, der für gestreamte Pornovideos schon lange kein Geld mehr ausgeben würde evtl. doch noch bereit ist zu bezahlen. Der entsprechende Spaßfaktor, der durch die Interaktivität und die (scheinbare) Einflussnahmen ins Geschehen entsteht ist hierbei sicherlich nicht zu vernachlässigen. Es geht also nicht mehr so sehr ums plumpe streamen von Pornos, sondern darum den Spieltrieb zu wecken, oder zumindest stark mit einzubeziehen.
Pornotainment sozusagen.